Publikationen

Fundiertes Wissen ist die beste Grundlage für einen zielführenden Dialog. Das Berliner Demografie-Forum weist an dieser Stelle regelmäßig auf neue Publikationen zum Thema Demografie hin.

Patrick J. Collins, Huy D. Lam, and Josh Stampfli: Longevity Risk and Retirement Income Planning

Die vergangenen 50 Jahre habe eine umfangreiche und vielseitige Forschung zur Rentenplanung und zu den Risiken, die mit unserer steigenden Lebenserwartung einhergehen, hervorgebracht. Hier wird die akademische Seite der Forschung mit ihren verschiedenen Stand- und Schwerpunkten rezipiert. Die betrachteten Themengebiete umfassen unter anderem die Evolution von Rentenrisiko-Modellen, Rentenportfolio-Problemen und –Lösungen sowie Annuitäten.

Axel Börsch-Supan et al.:
Savings in Times of demographic change -Lessons from the German experience

Die deutschen Rentenreformen machten eine verstärkte private Rentenvorsorge seitens der Bevölkerung notwendig. Dadurch sank die Zahl der Haushalte ohne private Rentenvorsorge von 73% im Jahre 2003 auf 39% 2013. Jedoch benötigen insbesondere einkommensschwache Haushalte, die einen niedrigen (finanziellen) Bildungsstand aufweisen, weitere Aufklärung und Informationskampagnen, speziell inwiefern die gestiegene Lebenserwartung eine zusätzliche private Rentenvorsorge nötig macht.

Eckart Bomsdorf und Jörg Winkelhausen: Der demographische Wandel bleibt ungebrochen – trotz höherer Zuwanderung – Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland bis 2060 auf der Basis des Zensus 2011

Der Artikel vorausberechnet vom aktuellen 2011er Zensus ausgehend die Bevölkerungsentwicklung Deutschlands bis 2060. Die Modellannahmen untersuchen Szenarien mit niedrigen, mittleren und hohen Fertilitätsraten, Wanderungssaldi und Anstieg der Lebenserwartung. Die Modelle zeigen, dass bei hohem Wanderungssaldo zwar der Schrumpfung, jedoch nicht dem Altern der Bevölkerung zwar entgegengewirkt werden kann.

Dr. Martin Bujard (2015): Folgen der dauerhaft niedrigen Fertilität in Deutschland

Deutschland ist länger als alle anderen Länder der Welt ein „Low-Fertility“-Land, seit vier Jahrzehnten liegt die Total Fertility Rate unterhalb von 1,5. Als „Pionier“ in dieser Entwicklung lassen sich anhand einer Fallstudie Deutschlands die Folgen eines langfristigen Geburtenrückgangs analysieren. Dieser Rückgang ist in Deutschland zunehmend auch ein Megathema in Politik und Wissenschaft, da die Folgen sich auf mehrere Politikbereiche auswirken und teilweise bereits deutlich sichtbar sind. Allerdings werden diese Folgen völlig unterschiedlich eingeschätzt – zum einen in ihrer Vehemenz und danach, ob die Alterung oder die Schrumpfung das größere Problem ist. Nach beiden Prozessen differenziert, verbindet der Beitrag die demografische Analyse mit der politikwissenschaftlichen Bewertung der Folgen für die Politikfelder Rente, Gesundheit, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Kultur, Europäische Union, Internationale Beziehungen sowie den Parteienwettbewerb.

The 2015 Ageing Report“ der EU-Kommission

Wirtschafts- und Haushaltsprognosen der 28 EU-Mitgliedsstaaten (2013-2060) mit Fokus auf langfristige Auswirkungen alternder Gesellschaften.

Jedes Alter zählt – Demografiestrategie der Bundesregierung

Der demografische Wandel wird in den kommenden Jahrzehnten Deutschland tiefgrei-fend verändern. Wir werden älter, wir werden weniger und unsere Gesellschaft wird viel-fältiger. Dabei ist nicht die Frage, ob sich etwas ändern wird, sondern wie und was wir daraus machen. Was bedeutet diese Entwicklung für jeden Einzelnen und für unser Land als Ganzes?

Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld: Gibt es eine Trendumkehr in der Kinderzahl nach Geburtsjahrgängen in Deutschland?

Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern ist die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau in Deutschland kontinuierlich zurück gegangen. Während die westdeutschen Frauen des Geburtsjahrgangs 1940 etwa 2 Kinder bekommen haben, hatten Frauen des Geburtsjahrgangs 1965 nur noch 1,5 Kinder im Durchschnitt.

Prof. Dr. Tilman Mayer: Demografiepolitik

Demografiepolitik stellt ein neu entstandenes Politikfeld (policy) dar, mit dem auf verschiedenen Ebenen – Bund, Land, Kommunen – und in verschiedenen Ressorts auf die demografischen Herausforderungen geantwortet werden soll.

Prof. Dr. Norbert Schneider: Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungspolitik

Aktuell leben etwa sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Die Weltbevölkerung wächst derzeit in einer Größenordnung, die annähernd die Einwohnerzahl Deutschlands entspricht. In den kommenden Dekaden wird die Weltbevölkerung weiter zunehmen, allerdings wird die Wachstumsrate deutlich sinken.

Silvia Popp: Bevölkerungsdynamiken in Südasien. Die Region riskiert, ihre demografische Chance zu verpassen

SWP-Studie, 2014

In Südasien ist der Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener an der Bevölkerung überproportional hoch. Eine solche Altersstruktur wird einerseits als günstig angesehen, weil sie eine besondere Chance auf wirtschaftliches Wachstum bietet. Andererseits gilt sie aber auch als sicherheitspolitisch riskant, nämlich in dem Fall, dass das Jugendwachstum nicht in einen konjunkturellen Aufschwung mündet und sehr vielen jungen Menschen dann eine soziale, politische und gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird.

Prof. Jörg Rocholl: Die Rolle der Hochschulen beim demografischen Wandel

Wir stehen einem substanziellen demografischen Wandel gegenüber, auch wenn er für einzelne Länder weltweit ganz unterschiedliche Vorzeichen hat. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Bevölkerung global in den nächsten Jahrzehnten zwar weiter wachsen, in Deutschland und anderen entwickelten Ländern jedoch deutlich sinken wird.

Demografiebericht 2011

Der demografische Wandel wird die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten zunehmend beeinflussen. Eine anhaltend niedrige Geburtenrate, der erfreuliche Anstieg der Lebenserwartung und die damit verbundene Alterung der Bevölkerung sowie der hohe Bevölkerungsanteil von Migranten sind zwar auch in anderen entwickelten Ländern zu beobachten. Sie betreffen Deutschland aber in besonderem Maß.

Familien Report 2010: Leistungen, Wirkungen, Trends

Familien sind auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stabil und geben Sicherheit. Die Familienpolitik leistet dafür einen substantiellen Beitrag. Das sind zwei der zentralen Ergebnisse des Familienreports 2010.

OECD Bericht: Doing Better for Families

Der Bericht bietet eine Zusammenschau verschiedenster familienpolitischer Aspekte im Vergleich der 34 OECD-Mitgliedsländer. Das Spektrum reicht von veränderten Familienstrukturen, über Geburtentrends und Beschäftigungsanreizen für Eltern bis hin zu unterschiedlichen Ansätzen der Familienförderung in OECD-Ländern.

Bald sind wir sieben Milliarden

Der Countdown für die Geburt des siebenmilliardsten Erdenbürgers läuft. Jede Minute werden weltweit etwa 258 Babys geboren. Der Trend zeigt, die Bevölkerung wird noch weiter steigen. Nur zwölf Jahre nachdem die Weltbevölkerung die Sechs-Milliarden-Marke erreicht hat, wird nach Berechnungen der Vereinten Nationen am 31. Oktober 2011 der siebenmilliardste Erdenbürger zur Welt kommen. Die Geburt ist ein Meilenstein der Weltgeschichte, aber auch eine Herausforderung für unseren Planeten. Noch nie zuvor gab es gleichzeitig auf der Erde so viele Menschen. Es stellen sich existentielle Fragen: Was wird unser Milliardenkind erwarten und welche Lebensbedingungen findet es vor?

Allianz Demographic Pulse Juli 2011: Chinas Ein-Kind-Politik -Erfolgsgeschichte oder Bumerang?

Nach dem jüngsten Zensus stellt sich in China erneut die Frage nach der Beibehaltung der Ein-Kind-Politik. Während die Politik auf ihrer Fortsetzung beharrt, verweisen ihre Kritiker auf die Alterung der Gesellschaft und bezweifeln, dass sich die Geburtenrate tatsächlich erhöht, wenn die Ein-Kind-Politik abgeschafft wird.

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: (Keine) Lust auf Kinder? Geburtenentwicklung in Deutschland

Wieso werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren und warum hat das Land im globalen Vergleich einen der höchsten Anteile dauerhaft kinderloser Frauen? Warum werden Frauen zunehmend erst in höherem Alter Mutter? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der neuen Broschüre des BiB, die die spezifisch deutsche Situation der Geburtenentwicklung differenziert analysiert. Klar ist dabei, dass die Ursachen für diese Entwicklung vielschichtig sind und sich nicht auf einen Bereich wie zum Beispiel die ökonomische Situation reduzieren lassen. Analysen unter anderem aus dem BiB zeigen vielmehr, dass sozialen und kulturellen Faktoren besondere Bedeutung beizumessen ist.

Wirtschaftliche Konsequenzen der globalen Überalterung: ein Weltbank- Diskussionspapier

Das Diskussionspapier beschreibt die Folgen der weltweiten Überalterung der Bevölkerung. Dabei rücken interessante Tatsachen ins Blickfeld: Der Rückgang der Geburtenraten hat oft einen stärkeren Einfluss auf die Altersstruktur der Bevölkerung als das Ansteigen der Lebenserwartung.

 

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